Die Workshops sowie über 30 Konzerte im In-und Ausland sind das Ergebnis eines intensiven Wirkens. Höhepunkte waren sicherlich der Festakt zum 10jährigen Jubiläum der Sächsischen Orgelakademie sowie die Internationale
Orgelwoche mit 16 aktiven Kursteilnehmern aus vier europäischen Ländern und nicht zuletzt die Festwoche zur Weihe der von der Firma Vleugels erbauten Orgel in der Schlosskirche Chemnitz. An einem Konzert Orgel/ Orchester hatte sich die Orgelakademie beteiligt. Nicht zu vergessen sind die Konzerte, Orgelführungen und zahlreichen Orgelvorspiele in der Schlosskapelle Waldenburg aber auch der Orgeltag im Mülsengrund.
Eine Festschrift wirbt für die Sächsische Orgelakademie und gibt zugleich Auskunft über die Arbeit der vorangegangenen 10 Jahre.
Der Jahreshauptversammlung vorgeschaltet war diesmal ein Kolloquium zum Orgelbau in Sachsen, das Mitglieder der Orgelakademie als Referenten gestalteten. Erhard Junge sprach über das Wirken des im 18. Jahrhundert in Mülsen ansässigen Orgelbauers J. J. Schramm, der eine Reihe wertvoller Orgeln in der westsächsischen Region gebaut hat.
Jirí Kocourek widmete sich in seinem umfangreichen Beitrag der Tradition der Orgelbauwerkstatt Eule in Bautzen. Die Bilddokumentation vermittelte eindrucksvoll die Leistungen der Werkstatt über Generationen bis zur Gegenwart aber auch Einblicke in Spezifika der eigenen Bautechnologie.
Johannes Reichel legte als Ergebnis akribischer organologischer Untersuchungen seine Gedanken zur Quinta mutans, einem selten anzutreffenden Orgelregister, dar. Zu jedem der Beiträge gab es im Auditorium eine angeregte Diskussion. Derartige Kolloquien zum Orgelbau und zur Orgelmusik in Sachsen - so der Wunsch der Beteiligten - sollten zukünftig zur Tradition werden.
Eine Jahresgabe - das Referat von Karl-Heinz Enzmann zum Wirken Döbelner Orgelbauer, gehalten auf der Hauptversammlung 2010 - wird unseren Mitgliedern und Freunden zum Jahresende überreicht.