
Sächsische Orgelakademie veranstaltet zum zweiten Mal „Orgelfrühling" - es spielen Matthias Eisenberg und Lorenzo Ghielmi
Im vergangenen Jahr erstmals von der Sächsischen Orgelakademie veranstaltet, findet der „Orgelfrühling" in diesem Jahr seine Fortsetzung. Von Sonnabend bis Montag erwarten orgelinteressierte Musikliebhaber der Region vier Konzerte mit namhaften Künstlern. Die Veranstaltungen des „Internationalen Orgelfrühlings" finden am Sonnabend in Fraureuth (Organist Matthias Eisenberg) bzw. Auerbach (Organist Lorenzo Ghielmi aus Mailand), am Sonntag St. Micheln (Matthias Eisenberg und Trompeter Peter Wettemann) und am Montag in Schwarzenberg (Ghielmi) statt.
Während Ghielmi seine beiden Konzerte jeweils als Solist bestreitet, tritt Eisenberg in Mülsen St. Micheln gemeinsam mit Peter Wettemann, Solotrompeter des Leipziger Gewandhauses, auf. „Die Konzerte mit Eisenberg haben wir bewusst in die ländliche Region verlegt", erklärt der Vorsitzende der Orgelakademie, Johannes Roßner. Zum einen gebe es dort sehr schöne Orgeln und durchaus auch Interessenten.
Der Ausnahmeorganist Matthias Eisenberg trat vor zwei Jahren anlässlich des Orgeljubiläums gemeinsam mit Trompeter Roderick MacDonald in Lichtenstein auf und sorgte für stehende Ovationen. Beim Orgelfrühling 2003 bestritt er wie dieses Jahr zwei Konzerte - in Stollberg als Solist und in Callenberg gemeinsam mit Trompeter Mathias Schmutzler.
Dass beim diesjährigen „Orgelfrühling" keines der Konzerte in Lichtenstein stattfindet, liegt an der immer noch angeschlagenen Orgel in der Laurentiuskirche, bedauert Roßner. Andererseits liegen die Veranstaltungsorte seiner Meinung nach in einer zu bewältigenden Entfernung für hiesige Orgelfreunde. Lorenzo Ghielmi ist ein Spezialist für die italienische Orgelmusik und Bach, erläutert Roßner. Er konzertierte bereits in ganz Europa, Japan und den USA. „Hier war er bereits als Dozent bei einem Kurs zu Gast", erklärt Roßner. Damals habe er besonders durch seine Art „singend zu spielen" beeindruckt - er hebe melodische Bögen in seiner Spielweise gesanglich hervor und erreiche dadurch große Fähigkeit und Nuancenreichtum im Spiel. Eine derartige „singende" Spielweise habe man auch Bach nachgesagt - ohne dass man ganz genau wisse, wie dies gemeint sei.