
Das vielfältige Programm begann mit dem Orgelspaziergang in Chemnitz, einer Veranstaltung mit dem evangelisch-lutherischen Kirchenbezirk Chemnitz und einer überwältigenden Resonanz. Am 22. August spielte Professor Jaroslav Tuma (Prag)das Eröffnungskonzert in der Schlosskapelle Waldenburg bei der Weihe der neuen Orgel durch den Superintendenten des Kirchenbezirkes Glauchau, Peter Heß. Die öffentliche Exkursion nach Frauenstein fand bei Orgelfreunden der Region wieder viel Interesse. Besichtigungen der Kirche in Nassau und des Silbermannmuseums, Orgelspiel und das Konzert in der Stadtkirche Frauenstein führte auf die Spuren Gottfried Silbermanns. Ausführlichere Informationen zu den genannten Veranstaltungen sind unter www.saechsische-orgelakademie.de/Veranstaltungsberichte und /Bilder zu finden.
Fotos vom zweiten Teil der Orgelwoche folgen in Kürze!
Die Hauptsache für die Kursteilnehmer ist, sächsische Orgeln kennen zu lernen und unter Anleitung der Dozenten reichlich die Gelegenheiten zum Üben zu nutzen. Die Kurse in Sachsen fanden in diesem Jahr in der St. Georgenkirche Glauchau, in der Kirche Callenberg, in der St. Jakobikirche Stollberg sowie in der St. Petrikirche Chemnitz statt. Organisten und andere Musikfreunde nutzten das Angebot zum Zuhören bzw. für Gespräche über die Orgeln und die Interpretation von Orgelstücken. Auch die von den Kursteilnehmern gestaltete Mittagsmusik in Stollberg hatte erfreulich viele Besucher. In der St. Petrikirche Chemnitz gesellten verstärkten die jungen Organisten Markus und Pascal Kaufmann aus Lichtenstein die Kursteilnehmer.
Das Konzert von Stefan Baier vor reichlich Publikum in der Lutherkirche Chemnitz beendete den deutschen Teil der Orgelwoche. Auf der 2006/2007 durch Christian Scheffler restaurierten Sauerorgel von 1908 erfreute der Solist mit Stücken von Moritz Brosig, Robert Schumann, Feliks Nowowieski und Gustav Adolf Merkel.
Vom 26. Bis 28. August konnten die Teilnehmer im Dom von Litomerice (Leitmeritz) eine bedeutende Orgel kennenlernen, wobei wieder die Brücke nach Sachsen geschlagen wurde. Die in Böhmen einmalige Orgel wurde während des 2. Weltkrieges in der Orgelwerkstatt Gebrüder Jehmlich gebaut und von Jehmlich Orgelbau Dresden im Jahr 2000 generalrenoviert.
Hier gestalteten die jungen Teilnehmer der Orgelwoche auch das Abschlusskonzert mit klassischer und romantischer Orgelmusik tschechischer, deutscher und französischer Komponisten, das von Professor Jaroslav Tuma moderiert wurde.
Einige tschechische Teilnehmer waren zum zweiten oder dritten Mal dabei und alle äußerten, dass sie diese Orgelwoche als wichtigen Schritt für ihre Ausbildung sehen und bei ihren Interpretationen vom Austausch miteinander und mit den erfahrenen Dozenten sehr profitieren. Abends griffen Dozenten und Studenten im gastlichen Bethlehem-Stift Hohenstein-Ernstthal nach den gemeinsamen Mahlzeiten und Gesprächen noch zum Tischtennisschläger. Beim Chinesisch-Spiel gab es nur noch gleichrangige Partner und viel Spaß - den perfekten Ausgleich in einer schönen Gemeinschaft.
„Alle waren sehr zufrieden - die Orgelwoche war ein voller Erfolg. Auch über das große Interesse der Medien sind wir sehr erfreut, denn dadurch finden immer mehr Menschen in der Region zu unseren kulturellen Angeboten.", äußert Dr. habil. Johannes Roßner, Vorsitzender der Sächsischen Orgelakademie e.V.
Die nächste Internationale Orgelwoche findet vom 21. - 27. August 2011 statt. Doch bis dahin lohnt sich der häufige Blick auf den Kalender unter www.saechsische-orgelakademie.de, um die vielfältigen Angebote das ganze Jahr über nicht zu verpassen.