Gäste der Sächsischen Orgelakademie spielen Görlitzer Sonnenorgel

Kursteilnehmer an der Sonnenorgel in St. Peter und Paul Görlitz Foto: Stöckel
Die Klänge von Bachs Präludium und Fuge c-Moll durchdringen die Stadtkirche St. Peter und Paul. Musikstudentin Ikuyo Mikami aus Tokio sitzt konzentriert am Spieltisch und versucht, die englischen Hinweise des Dozenten Jaroslav Tuma zu verstehen. Über das Internet war die 21jährige Japanerin auf das Angebot der Sächsischen Orgelakademie e. V. in Lichtenstein bei Chemnitz/Zwickau gestoßen. Sie ist die Teilnehmerin mit der längsten Anreise bei der diesjährigen Internationalen Orgelwoche.
Für die Fahrt nach Görlitz und Crostau wurde ein Bus gechartert, um den Kursteilnehmern und privaten Orgelfreunden das Erlebnis der historischen Stadt und der Sonnenorgel zu ermöglichen.
Die Görlitzer Sonnenorgel selbst spielen zu dürfen, empfanden die angehenden und gestandenen Organisten übereinstimmend als das bisher Größte dieser Orgelwoche.
Andrea Lammert von Kirchgemeinde und Freundeskreis Görlitzer Sonnenorgel e. V. ergänzte mit der lebendigen Orgelführung das Angebot. Die Hörproben mit Zimbelstern, Fanfaren sowie gleichzeitigem Kuckucksruf und Nachtigallengesang bei dem „Musikalischen Scherz für Orgel" von Gottfried Fischer zeigten vor allem die heitere Seite und die Vielseitigkeit des gewaltigen Instruments, dessen größte Pfeife 7,82 Meter und die kleinste 6,2 Millimeter misst.
An der Silbermannorgel in Crostau hatten sich die Kursteilnehmer ebenfalls erproben dürfen. Die Hausherren der Kirchgemeinde informierten die Gäste über das wertvolle Instrument und Professor Tuma führte an der Orgel die einzelnen Register und ihre Wirkung einzeln sowie in verschiedenen Kombinationen vor.