
Richard Kordass beim Praktikum in der Orgelbaufirma Reinhold, Bernsdorf. Foto: Stöckel
Mit Veränderungen von Orgeltönen in unterschiedlichen Räumen beschäftigte sich zwei Jahre lang erfolgreich ein Schüler des Professor-Dr.-Max-Schneider-Gymnasiums in Lichtenstein. Jetzt schloss Abiturient Richard Kordaß diese als „Besondere Lernleistung" für Physik/Musik geltende Arbeit mit „sehr gut" ab.
Die Sächsische Orgelakademie e. V. (Lichtenstein) betreute mit Orgelbauer Christian Reinhold (Bernsdorf) diese Arbeit mit dem Thema: „Messungen und Analyse von Tönen unter verschiedenen Raumbedingungen, um den Einfluss des Raumes auf die Toncharakteristik zu zeigen."
Dabei maß der Gymnasiast in mehreren Kirchen mit Kreutzbach-Orgeln der Region um Chemnitz/Zwickau die Frequenz jeweils gleicher Töne im gleichen Register. Die Aufnahmen auf der Empore und im Kirchenschiff zeigten Unterschiede. Damit stellte Richard Kordaß fest, wie unterschiedlich der Organist und das Publikum die Klänge wahrnehmen. Auch den Einfluss des Raumvolumens und der Deckenkonstruktion auf Reflexionsvermögen und Nachhallzeit machte die grafische Auswertung deutlich.
Die Ergebnisse können Orgelbauer und Organisten für die Registrierung und damit die Optimierung des Orgelklanges nutzen. Vorteile bringt dies auch bei CD-Aufnahmen und beim Zusammenspiel der Orgel mit anderen Instrumenten.
Richard Kordaß spielt in der Freizeit Klavier und beginnt im Herbst ein Maschinenbaustudium an der Technischen Universität Chemnitz. „Mich fasziniert die Technik der Orgel - sie ist eine der ältesten Maschinen. Meine Praktika beim Orgelbau Reinhold in Bernsdorf haben mir sehr geholfen, die Funktion dieses tollen Instrumentes zu verstehen."